Die Hausgruppe

Lou

"Mein Herz wohnt an diesem Ort schon seit meiner Geburt"

Lou

Hey ihr Lieben, ich bin Lou.

Mein Herz wohnt an diesem Ort schon seit meiner Geburt. Oma und Familie haben dieses Haus aufgebaut. Ich danke ihnen für alles was sie für uns gegeben haben, dass wir hier immer einen Raum hatten und alle die ihn brauchten, dass wir ihn teilen durften und alle immer herzlich willkommen waren. Ihre Seele wird auf ewig in uns und in diesem Haus weiterleben. Und auch wir werden es mit unseren Ideen, Gedanken, Visionen und Träumen, mit unserem Wesen, weiter füllen. Zu mir gehört mein introvertierter Teil: Ich gehe mit dir auf Entdeckungstour und Wanderschaft in die Natur und staune, verbringe Kreativ-Nachmittage oder sitze mit dir am Frühstückstisch und deute Träume. Und wenn das Eis einmal zwischen uns getaut ist, begegnest du auch dem Teil meines Ichs, der mit dir in den strömenden Regen rennt und in Pfützen tanzt. Ich liebe es zu singen und wenn du mir einen Fußball gibst, schenke ich dir mein breitestes Lächeln.

Ich habe Lust, dass dieser Ort ein kleiner Hoffnungsschimmer wird: Ein Wohlfühlort aber auch ein Ort der Verbindung und des gemeinsamen Angehens von Ungerechtigkeiten im Kleinen und Großen. Ein Ort, an dem man Verbündete für private und politische Kämpfe findet, ein Ort des Zusammenhalts und der Entwicklung.

Anja

"Ich mach die Wunder lieber als dass ich auf sie warte"

Anja

Huhu, ich bin Anja und komme aus dem schönen Nürnberg!

Vor vier Jahren hat es mich nach Dresden verschlagen. Nachdem mir diese Stadt immer noch und immer wieder ein wenig zu groß und zu laut ist, freue mich drauf mit so einer liebevollen Bande das Projekt Landleben anzugehen.

Ich stecke meinen Kopf gern in die Wolken und unterschiedliche Projekte. 

Meinen Lebensunterhalt verdiene ich im IT Bereich. Trotzdem hält sich meine Technik Begeisterung privat in Grenzen und ich widme mich lieber kreativen Basteleien und kleinen Bauprojekten, mache mein Wohnumfeld schöner oder genieße das bunte Zusammenleben mit meiner jetzigen 10er WG (aka Wahlfamilie). Jedes Jahr aufs neue freue ich mich auf die Gartensaison um dann festzustellen dass meine Skills immer noch eher befriedigend denn gut sind und das regelmäßige Gießen doch ganz schön nervig ist. Aber ich arbeite dran und die Strapazen sind mit dem Hauseigenen Garten- + Wildkräutersalat dann auch schnell vergessen.

Wichtig im miteinander ist mir aufeinander zu achten, gemeinsam den Alltag zu schmeißen - äh... feiern. Zeit füreinander zu haben. Kein Blatt vor den Mund zu nehmen und Konflikte anzusprechen bevor der Elefant im Raum den Porzellanladen auf den Kopf gestellt hat.

Gemeinsam wohnen ist für mich Spaß am miteinander und einander sein lassen wie wir sind, sich mal zoffen und wieder vertragen, Strukturen aushandeln, sich dran halten und bei Bedarf gemeinsam wieder umzustürzen, albern sein und gemeinsame Projekte anpacken, für was einstehen und einen Ort schaffen den wir gern Zuhause nennen.

Juls

"Mir wurde zuletzt die Verwandtschaft zur Wasseramsel bescheinigt"

Juls

Ich bin Juls und am Stadtrand von Hamburg aufgewachsen. Am liebsten verbringe ich meine Zeit draußen in der Natur – ob beim Durchstromern des Waldes, einem plätschernden Bach folgend, einen Berghang hochkraxelnd, lesend in der Sonne oder um mir bei einem Strandspaziergang den Wind um die Ohren wehen zu lassen. Da ich Wasser liebe und anscheinend dazu neige, bei Aufregung mit meinen Knien zu wippen, wurde mir zuletzt die Verwandtschaft zur Wasseramsel bescheinigt.

Leckeres veganes Essen macht mich glücklich, während ich bei Hunger angeblich schnell schlechte Laune bekomme. Meine Lohnarbeit ist im Bereich der Sozialpädagogik und meine Freizeit verbringe ich gerne mit Kreativprojekten, kuschligen Film- und aufregenden Spieleabenden.

Während ich größere Menschenansammlungen eher meide und von Partysituationen zumeist dezent überfordert bin, sind mir die engen sozialen Beziehungen in meinem Leben unglaublich wertvoll. Ich schätze soziale Beziehungen, in denen wir füreinander da sind und uns gleichzeitig den Raum geben, den wir brauche. Beziehungen, in denen wir uns aufeinander verlassen können und uns auch in Bezug auf strukturelle Ungleichheiten gegenseitig unterstützen. Ich wünsche mir, dass wir uns inhaltlich austauschen, kritisieren und miteinander weiterentwickeln können, dass wir genauso alberne Momente teilen können, wie auch unsere Traurigkeit und unsere Wut. Ich wünsche mir, dass das Mosaikhaus ein Ort wird, in dem wir solche Beziehungen aufbauen und teilen können und an dem wir gemeinsam die Kraft finden, um für eine bessere Gesellschaft einzutreten.

Cas

"Umuntu ngumuntu ngabantu: Ein Mensch existiert nur durch andere Menschen."

Cas

Wenn ich ehrlich bin, hätte ich nie gedacht, dass ich an diesen Ort für eine längere Zeit zurückkehren würde. Alles in mir hat sich nach meiner Kindheit im Dorf nach der weiten Welt gesehnt. Nach ein paar Jahren in Dresden fand ich mich erst in der Wüste Algeriens wieder, dann an der Atlantikküste Marokkos und schließlich in den Dünen Dänemarks. Es waren vor allem immer die Menschen, die mir ein Gefühl von Zuhause vermittelt haben. Am wohlsten habe ich mich in der Gemeinschaft von jenen gefühlt, die ihre Liebe für die Welt und das, was sie von ihr geschenkt bekamen, geteilt haben.

Wenn ich mit Anderen auf den Ort zu sprechen komme, an dem ich aufgewachsen bin, ist man nach ein paar Sätzen über die schöne Natur oder das typische Dorfleben entweder bei den Folgen der Herrschaft durch das SED-Regime oder bei dem seit jeher bestehenden Nazi-Problem angelangt. Es gibt einige Freund*innen, die sich zum Reisen nicht in die Region trauen, aus Angst. Dafür empfinde ich Scham. Zu merken, wie gut es mir persönlich tut, durch die Wälder im Dorf zu laufen, Zeit mit den Liebsten zu verbringen und gleichzeitig zu wissen, dass viele andere sich hier aktuell niemals geborgen oder willkommen fühlen würden, ist nicht leicht zu ertragen. Es ist dieser Zwiespalt, diese Hassliebe, die mich motiviert, hierher zurückzukehren. Das schönste daran ist, dabei nicht allein zu sein, sondern die tollsten Menschen um mich herum zu wissen, die ich mir dafür nur vorstellen kann. Der Ort, den ich Zuhause nenne, soll ein Ort für Alle sein und ich bin mir sicher, dass wir das gemeinsam schaffen werden. Hinter der Vision stehen wir ja nicht nur als Hausgruppe, sondern als eine große Gemeinschaft an Freund*innen und Verbündeten sowie einem ganzen Syndikat, bestehend aus tausenden von Menschen.

In den letzten Jahren haben wir es geschafft, dass es mit dem Mosaik-Haus zumindest immer mal für ein paar Tage einen Ort gibt, an den Menschen gern kommen, sich wohlfühlen, einander inspirieren und keine Angst haben müssen. Darauf soll Hausprojekt aufbauen. Durch das Mosaik-Haus werden unzählige neue Verbindungen geschaffen, die eine positive Auswirkung auf die Umgebung haben werden. Mein Herz geht auf bei der Vorstellung, dass sich Menschen begegnen werden, deren Wege sich sonst vielleicht nie gekreuzt hätten. Ich halte es für möglich, das Gute in jedem Menschen zu sehen und zu fördern. Wenn wir es schaffen, uns unserer Privilegien bewusster zu werden, das Verbindende im Gegenüber zu sehen und aufhören, andere Menschen, aber auch die Natur beherrschen zu wollen, dann glaube ich, dass wir gut miteinander leben können.

Vielleicht ist meine größte Motivation am Ende auch einfach die, dass ich mir schon als Kind einen solchen Ort gewünscht hätte, an dem ich mich nicht verstellen muss, an dem mich Menschen genau so akzeptieren, wie ich bin. Anstatt auf der ganzen Welt nach so einem Ort zu suchen, ist die einfachere Antwort vielleicht einfach die: ihn selbst zu schaffen. Zuhause. Ich hoffe, dass das Mosaik-Haus ein solcher Ort für ganz viele gute Seelen wird. Für mich ist es das jetzt schon.

Bela

"Vielleicht klappt es am besten im Kleinen zu starten"

Bela

Huhu, ich bin Bela. Meine erste Heimat liegt hier und dort in NRW, meine zweite habe ich vor allem in den großartigen Menschen, die ich in Dresden kennenlernte, gefunden. Vor 7 Jahren zog ich her und wusste nach der zweiten Woche, dass ich hier nicht so schnell wieder weg möchte. Also fing ich an mit einem FSJ in einem Wohnheim und entschied mich nach einem Jahr Soziologie-Studium dann doch für die Geographie. Ich entdeckte das Bouldern für mich, zunächst in der Halle und bald auch draußen, vor allem in Frankreich und freue mich schon auf die Nähe zum Bahra-Tal. Ich merke doch immer wieder wie viel Kraft und Ruhe die Natur einer geben kann.

Ich liebe kreatives Arbeiten, male gerne Möbel an oder nähe auch mal die ein oder andere Kleinigkeit, lerne gerne viele neue Dinge kennen und stürze mich in Projekte. Dabei kann es auch mal vorkommen, dass ich das Wasser trinken und den Schlaf vernachlässige. Ich hab große Lust mit dem Gärtnern anzufangen, am Haus herumzubasteln und neue Menschen kennenzulernen. Achtung: Am Anfang kann ich da zwar sehr schüchtern und zurückhaltend sein, das ist aber definitiv nichts persönliches nur Überforderung meinerseits.

Tjaaaaa… hätte mir vor 5 Jahren jemensch gesagt, dass ich einmal in Sachsen aufs Land ziehe, hätte ich vermutlich gelacht und „niemaaals!“ gesagt, aber hier bin ich und freue mich riesig darauf. Und doch dachte ich öfter übers Leben in einer Gemeinschaft auf dem Land nach, in einem Haus, mit vielen Menschen zusammenwohnen und gemeinsam ein etwas autonomeres Leben zu gestalten. Es war immer ein Gedankenspiel, aber nie so richtig ernst, weil es mir auch einfach nicht möglich erschien. Ich bin sehr dankbar dafür, jetzt diese Chance zu haben und freue mich noch mehr über die Menschen, mit denen das Mosaik-Haus gestartet ist. Und ich habe die Hoffnung, den Wunsch und den Traum in der Welt was zu verändern, etwas das zumindest ein bisschen Hoffnung bringt und Kummer und Sorgen verkleinert. Doch wo genau fängt man da an? Ja dann kommt die Taubheit, die Bewusstlosigkeit gegenüber all den Ungerechtigkeiten und Problemen auf unserer Welt. Und vielleicht klappt es am besten im Kleinen zu starten.

In einem Dorf in der sächsischen Schweiz, einen Ort zu schaffen wo jemensch willkommen ist, sich zu gemütlichen Abenden, warmen Sommertagen, aktivistischen Veranstaltungen, kreativen Workshops, gemeinsamen Essen und noch vielem mehr zusammen zu finden. Einen gemeinschaftlichen und vor allem sicheren Ort, an dem Erfahrungen und Wissen geteilt werden (und auch sonst alles Mögliche), an dem Erinnerungen entstehen und gemeinsam gelacht und auch geweint werden kann.

Olaf

"Ich finde Träumen sehr wichtig, weil sie auch unsere innersten Wünsche darstellen"

Olaf

Ich bin Olaf und bin ursprünglich nördlich von Dresden aufgewachsen. Ich mag die Natur und wandern und beschäftige mich in meiner Freizeit, neben meinem Studium im Maschinenbau, viel mit technischen Dingen. Ich bastele viel an Fahrrädern herum und schraube Dinge auseinander, manchmal auch wieder zusammen und manchmal funktionieren sie danach sogar wieder, obwohl sie das vorher nicht taten. Ich mag die Vorstellung, dass wir hier alle gemeinsam im Haus wohnen und dass das Haus niemandem von uns gehört. Überhaupt mag ich die Idee davon Dinge zu teilen und wieder zu reparieren. So möchte ich gerne auch mein Wissen und mein Werkzeug teilen und dafür sorgen, dass wir gemeinsam vielleicht Dinge reparieren und wieder zum Funktionieren bringen. Dass aus „meinem“ Werkzeug „unser“ Werkzeug wird und wir damit umgehen, wie wir auch mit der Natur und anderem Gemeineigentum umgehen sollten: Dass wir uns alle dafür verantwortlich fühlen und sie sorgsam behandeln.

Ich finde Träumen sehr wichtig, weil sie auch unsere innersten Wünsche darstellen. In meinen Träumen übernehmen alle Menschen für sich und ihr Umfeld Verantwortung und teilen so alles, was dieser Planet zu bieten hat mit allen und reparieren so die Schäden, die unsere jetzige Lebensweise verursacht– sowohl bei uns Menschen als auch bei allen anderen Lebewesen. Wir entscheiden gemeinsam, wie wir leben wollen in Rücksicht auf alle anderen, die davon betroffen sein könnten. Menschen bringen sich ein, wie und wo sie können und erhalten das, was sie benötigen. Organisiert wird das ganze in Versammlungen, wo Menschen mitreden und -bestimmen können. Wo Bedürfnisse sichtbar und erhört werden und wo nach den vorhandenen Ressourcen diese Bedürfnisse erfüllt werden, unter der Rücksicht aller Bedürfnisse.

Doch Träume müssen keine Träume bleiben, sondern können auch Realität werden. Deswegen frage ich mich oft, wie wir zu so einer Gesellschaft werden können. Aktuell beschäftigt mich, wie wir Produktionsmittel vergesellschaften können, was nicht heißen soll, dass sie verstaatlicht werden, sondern, dass Menschen wie ich und vielleicht auch du, der diesen Text liest, mitentscheiden können, was wie produziert werden soll.

Olaf

"Ich finde Träumen sehr wichtig, weil sie auch unsere innersten Wünsche darstellen"

Olaf

Ich bin Olaf und bin ursprünglich nördlich von Dresden aufgewachsen. Ich mag die Natur und wandern und beschäftige mich in meiner Freizeit, neben meinem Studium im Maschinenbau, viel mit technischen Dingen. Ich bastele viel an Fahrrädern herum und schraube Dinge auseinander, manchmal auch wieder zusammen und manchmal funktionieren sie danach sogar wieder, obwohl sie das vorher nicht taten. Ich mag die Vorstellung, dass wir hier alle gemeinsam im Haus wohnen und dass das Haus niemandem von uns gehört. Überhaupt mag ich die Idee davon Dinge zu teilen und wieder zu reparieren. So möchte ich gerne auch mein Wissen und mein Werkzeug teilen und dafür sorgen, dass wir gemeinsam vielleicht Dinge reparieren und wieder zum Funktionieren bringen. Dass aus „meinem“ Werkzeug „unser“ Werkzeug wird und wir damit umgehen, wie wir auch mit der Natur und anderem Gemeineigentum umgehen sollten: Dass wir uns alle dafür verantwortlich fühlen und sie sorgsam behandeln.

Ich finde Träumen sehr wichtig, weil sie auch unsere innersten Wünsche darstellen. In meinen Träumen übernehmen alle Menschen für sich und ihr Umfeld Verantwortung und teilen so alles, was dieser Planet zu bieten hat mit allen und reparieren so die Schäden, die unsere jetzige Lebensweise verursacht– sowohl bei uns Menschen als auch bei allen anderen Lebewesen. Wir entscheiden gemeinsam, wie wir leben wollen in Rücksicht auf alle anderen, die davon betroffen sein könnten. Menschen bringen sich ein, wie und wo sie können und erhalten das, was sie benötigen. Organisiert wird das ganze in Versammlungen, wo Menschen mitreden und -bestimmen können. Wo Bedürfnisse sichtbar und erhört werden und wo nach den vorhandenen Ressourcen diese Bedürfnisse erfüllt werden, unter der Rücksicht aller Bedürfnisse.

Doch Träume müssen keine Träume bleiben, sondern können auch Realität werden. Deswegen frage ich mich oft, wie wir zu so einer Gesellschaft werden können. Aktuell beschäftigt mich, wie wir Produktionsmittel vergesellschaften können, was nicht heißen soll, dass sie verstaatlicht werden, sondern, dass Menschen wie ich und vielleicht auch du, der diesen Text liest, mitentscheiden können, was wie produziert werden soll.

Bela

"Vielleicht klappt es am besten im Kleinen zu starten"

Bela

Huhu, ich bin Bela. Meine erste Heimat liegt hier und dort in NRW, meine zweite habe ich vor allem in den großartigen Menschen, die ich in Dresden kennenlernte, gefunden. Vor 7 Jahren zog ich her und wusste nach der zweiten Woche, dass ich hier nicht so schnell wieder weg möchte. Also fing ich an mit einem FSJ in einem Wohnheim und entschied mich nach einem Jahr Soziologie-Studium dann doch für die Geographie. Ich entdeckte das Bouldern für mich, zunächst in der Halle und bald auch draußen, vor allem in Frankreich und freue mich schon auf die Nähe zum Bahra-Tal. Ich merke doch immer wieder wie viel Kraft und Ruhe die Natur einer geben kann.

Ich liebe kreatives Arbeiten, male gerne Möbel an oder nähe auch mal die ein oder andere Kleinigkeit, lerne gerne viele neue Dinge kennen und stürze mich in Projekte. Dabei kann es auch mal vorkommen, dass ich das Wasser trinken und den Schlaf vernachlässige. Ich hab große Lust mit dem Gärtnern anzufangen, am Haus herumzubasteln und neue Menschen kennenzulernen. Achtung: Am Anfang kann ich da zwar sehr schüchtern und zurückhaltend sein, das ist aber definitiv nichts persönliches nur Überforderung meinerseits.

Tjaaaaa… hätte mir vor 5 Jahren jemensch gesagt, dass ich einmal in Sachsen aufs Land ziehe, hätte ich vermutlich gelacht und „niemaaals!“ gesagt, aber hier bin ich und freue mich riesig darauf. Und doch dachte ich öfter übers Leben in einer Gemeinschaft auf dem Land nach, in einem Haus, mit vielen Menschen zusammenwohnen und gemeinsam ein etwas autonomeres Leben zu gestalten. Es war immer ein Gedankenspiel, aber nie so richtig ernst, weil es mir auch einfach nicht möglich erschien. Ich bin sehr dankbar dafür, jetzt diese Chance zu haben und freue mich noch mehr über die Menschen, mit denen das Mosaik-Haus gestartet ist. Und ich habe die Hoffnung, den Wunsch und den Traum in der Welt was zu verändern, etwas das zumindest ein bisschen Hoffnung bringt und Kummer und Sorgen verkleinert. Doch wo genau fängt man da an? Ja dann kommt die Taubheit, die Bewusstlosigkeit gegenüber all den Ungerechtigkeiten und Problemen auf unserer Welt. Und vielleicht klappt es am besten im Kleinen zu starten.

In einem Dorf in der sächsischen Schweiz, einen Ort zu schaffen wo jemensch willkommen ist, sich zu gemütlichen Abenden, warmen Sommertagen, aktivistischen Veranstaltungen, kreativen Workshops, gemeinsamen Essen und noch vielem mehr zusammen zu finden. Einen gemeinschaftlichen und vor allem sicheren Ort, an dem Erfahrungen und Wissen geteilt werden (und auch sonst alles Mögliche), an dem Erinnerungen entstehen und gemeinsam gelacht und auch geweint werden kann.

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